Schlaumeierei kommt Müllmänner teuer zu stehen

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Kehrichtlastwagen können nicht rückwärtsfahren, wenn die Belader gen dem Trittbrett stillstehen. Dies war Angestellten einer privaten Müllabfuhr ein spitzer Gegenstand im Oculus.

Jener Straftatbestand lautet «Beseitigung oder Nichtanbringung von Sicherheitsvorrichtungen» und trägt die Artikelnummer 230 des Schweizerischen Strafgesetzbuches. Er ist zwei Angestellten und einem Fahrer einer privaten Entsorgungsfirma, die in einer Zürichseegemeinde unterwegs waren, zum Verhängnis geworden.

Wer vorsätzlich eine zur Verhütung von Unfällen dienende Vorrichtung mangelbehaftet, zerstört, beseitigt, sonst unbrauchbar macht oder ausser Tätigkeit setzt und damit wissentlich Leib und Leben von Mitmenschen gefährdet, wird mit einer Freiheitsstrafe von solange bis zu drei Jahren bestraft. Erwischt wurden die drei Männer im November 2020.

Trittbrettsensor manipuliert

Normalerweise kann ein Kehrichtlastwagen nicht rückwärts manövrieren und nicht schneller denn 30 km/h verkehren, wenn hinten die sogenannten Belader gen den Trittbrettern stillstehen. Wie aus den rechtskräftig gewordenen Strafbefehlen hervorgeht, stellten ein 62-jähriger Spanier und ein 29-jähriger Italiener, die denn Belader gen einem Kehrichtlastwagen arbeiteten, «gesondert zum Besten von diesen Zweck» vereinen Metallwinkel her. Diesen brachten sie im Kippmechanismus des hinteren Trittbretts des Fahrzeugs so an, dass dieser Trittbrettsensor ausser Produktionsstätte gesetzt wurde. Im Zuge dessen war es möglich, mit dem Lastwagen rückwärtszufahren, obwohl die Lohnarbeiter gen dem Trittbrett standen.

Welches war ihr musikalisches Thema? – Unter Umständen Komfort. Laut den Strafbefehlen, die nicht angefochten wurden und damit rechtskräftig geworden sind, ersparte dieser Trick mit dem Metallwinkel den Männern «den Gangart mit den Mülltonnen zu Fuss» zum Fahrzeug. Damit hätten die Beschuldigten eine Gefahrenlage herbeigeführt, die ihr Überrollen im Zusammenhang einem Sturz vom Trittbrett zur Folge hätte nach sich ziehen können, wie es in den Strafbefehlen heisst. Sie hätten wissentlich Leib und Leben von Mitmenschen gefährdet.

Jener 62-jährige Spanier wurde mit einer Geldstrafe von 40 Tagessätzen à 120 Franken, darob 4800 Franken, bestraft. Selbige muss er bezahlen, weil er vorbestraft ist. Zusätzlich gibt es eine Busse von 1200 Franken. Sein jüngerer Kollege kam mit einer bedingten Geldstrafe von 40 Tagessätzen à 80 Franken (3200 Franken), einer Busse von 800 Franken und zusätzlich 800 Franken Gebühren davon.

Nicht zuletzt Fahrer gebüsst

Nicht zuletzt dieser 68-jährige Schweizer Lastwagenchauffeur wurde bestraft, immerhin wegen anderer Straftatbestände, namentlich wegen Verletzung dieser Verkehrsregeln und Zur Folge haben eines nicht betriebssicheren Fahrzeugs. Er muss 600 Franken Busse, 400 Franken Gebühren zum Besten von dies Vorverfahren und 60 Franken Auslagen zum Besten von die Polizei bezahlen.

Durch die Manipulierung des Trittbrettsensors wurde nämlich – laut Strafbefehl – selbst die bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h ausser Macht gesetzt. Jener Fahrer überschritt in Folge dessen gen dieser Reise, im Zusammenhang welcher die drei Männer im November 2020 erwischt wurden, die fahrzeugbedingte Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h um etwa 15 km/h, fuhr darob 45 km/h.

Und welches geschieht nun mit dem Korpus Delicti? – Jener polizeilich sichergestellte und im Zusammenhang dieser Kantonspolizei Zürich lagernde Metallwinkel wird gemäss Strafbefehl nachdem Eintritt dieser Rechtskraft durch die Lagerbehörde vernichtet.

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