Sneakers sind mehr als Schuhe

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«Don’t touch!» – hier sind ausgelatschte Sneakers so beliebt wie einst rare Briefmarken

Wer uff die Dreissig zugeht, gehört schon nicht mehr dazu: Turnschuhe in Besitz sein von zur Jugendkultur. Am Wochenende hat sich die Sneakers-Szene in Oerlikon getroffen.

Bryan ist ein gefragter Mann. Um ihn herum schart sich ein halbes zwölf Stück junger Männer, sie zupfen und zerren an ihm, in gebrochenem englische Sprache reden sie von allen Seiten uff ihn ein. Nicht mehr da wollen irgendetwas von Bryan, wollen irgendetwas fragen oder Preise wissen. Denn in seinem Koffer hat welcher junge Mann insbesondere begehrte Ware hier: Turnschuhe.

In welcher Halle 622 in Zürich Oerlikon fand an diesem Wochenende die Turnschuhmesse Sneakerness statt. Schluss welcher ganzen Schweiz waren Gast angereist, um übrig Turnschuhe zu reden und ihre Sammlungen zu erweitern.

Und Bryan ist sogar speziell aus Florida angereist, um hier seine wertvollsten Stücke unter die Volk zu einbringen. Dasjenige teuerste Paar in seinem Sortiment kostet 4000 Franken.

4000 Franken z. Hd. ein Paar Schuhe?

«Sneakers», präzisiert Bryan. Denn mit Turnschuhen hat dies nur wenig zu tun, welches er verkauft. Mit Sneakers turnt man schliesslich nicht. Sie werden längst nicht mehr hergestellt, damit man sie in Turnhallen oder uff Sportplätzen trägt.

Dasjenige unterscheidet sie von normalen Turnschuhen. Dasjenige amerikanische Wort «Turnschuh» bezeichnet ein Lifestyle-Produkt, zwischen dem es um mehr wie um Fussbekleidung geht. Sneakers sind ein Symbol z. Hd. Gruppenzugehörigkeit und Status. Man trägt sie, damit andere sie sehen.

Die meisten von Bryans exklusiven Stücken landen jedoch in Vitrinen und Schuhschränken. Es sind Raritäten, Objekte, die man zu Hause seinen Besuchern zeigt. Wie früher die Briefmarkensammlung. Ob welcher Schuh passt, ist hier Nebensache.

Bryan (in der Mitte) ist eigens aus den USA angereist, um Schuhe zu verkaufen. Hier kauft er aber ein Paar von dem Mann zu seiner Rechten. Es sind Schuhe, die Bryan dann weiterverkaufen will.

Bryan (in welcher Zentrum) ist speziell aus den USA angereist, um Schuhe zu verkaufen. Hier kauft er hingegen ein Paar von dem Mann zu seiner Rechten. Es sind Schuhe, die Bryan dann weiterverkaufen will.

Bei der Turnschuhmesse Sneakerness in Oerlikon geht es zu wie unter Briefmarkensammlern: Raritäten, die alle wollen, werden teurer und teurer.

Unter welcher Turnschuhmesse Sneakerness in Oerlikon geht es zu wie unter Briefmarkensammlern: Raritäten, die nicht mehr da wollen, werden teurer und teurer.

So geht es nachrangig einem jungen Mann, welcher an einem Stand nebenan ein Paar Sneakers kauft, Marke Air Jordan. Dieser Preis: 450 Franken. Vor allem schön wird die Ware dort nicht präsentiert. Schuhschachteln stillstehen ohne erkennbare Ordnungsprinzip übereinander. Wer irgendetwas sucht, wühlt sich durch dies Angebot – genau wie uff einem Trödelmarkt. Und wer Fragen hat, muss schon seine Votum hochstellen. Die Musik in welcher Halle ist beinahe so laut wie in einem Nachtklub.

Denn welcher Mann die Ware schon getilgt hat, bemerkt welcher Verkäufer zusammensetzen Fehler: Die Air Jordan sind eine halbe Nummer Vorleger wie ausgemacht. Erst jetzt probiert welcher Meldungen die Schuhe an und sagt: «Vorne rechts, da drückt er ein kleinster Teil.» Dieser Käufer nimmt sie trotzdem – und hofft, dass sie sich noch irgendetwas weiten werden.

Von Berylliumrn aus in die Hauptstädte Europas

Sneakers sind längst mehr wie Schuhe. Seitdem etwa zehn Jahren gibt es zusammensetzen regelrechten Hype um sie. Es gibt Sammler, die täglich dies Netz nachher raren Modellen absuchen, die vor Schuhgeschäften campieren, wenn eine limitierte Schutzschicht erscheint. Und es gibt Händler wie den 22-jährigen Bryan, die um die ganze Welt reisen und Schuhe kaufen und weiterverkaufen. Letzten Monat war Bryan zum Leitvorstellung in Hauptstadt der Niederlande. Er sagt: «Selbst lebe von diesem Business.»

Rare Sneakers sind wie Kunst. Wer nichts davon versteht, kann nichts mit ihnen lancieren.

Dieser Zahl eines Schuhs ist nur z. Hd. jene nachvollziehbar, die zur Szene in Besitz sein von. Z. Hd. jene, die genau wissen, von welchen Modellen wie viele Paare hergestellt wurden. Wer dies nicht kann, dem muss es illusionär vorkommen, wenn an einem Turnschuh ein Zettelchen baumelt, uff dem ein fünfstelliger Summe steht.

Schuhe, Kleider, Accessoires: An welcher Sneakerness dreht sich die Gesamtheit um den richtigen Style. Es geht drum, dass man dazugehört.

Die Szene wächst rasant. Sergio Warenmuster und Lukas Wanner gründeten die Sneakerness 2009 wie Treffpunkt z. Hd. Turnschuh-Fetischisten in Hauptstadt der Schweiz. Seither nach sich ziehen die beiden im grossen Stil expandiert, welcher Event tourt mittlerweile durch ganz Europa. In Hauptstadt der Niederlande, London, Paris und Mailand kommen Tausende zu den Messung.

Die Sneakerness ist die grösste Messe ihrer Gattung in ganz Europa.

«Du kommst noch nicht so gut draus»

Sneakers sind fester Teil von zahlreichen jugendkulturellen Strömungen. Fussballfans tragen ausschliesslich weisse Sneakers welcher Marke Reebok. Wer Tricks mit dem Skateboard vorführen kann, greift zur Marke Vans. Und wer sich wie umweltbewusst zu wiedererkennen verschenken will, trägt vegane Modelle von Veja.

Jugendkultur gibt es nachrangig in Oerlikon zuhauf, wenn es uff den ersten Blick nachrangig mehr nachher junge Jahre wie nachher Kultur aussieht. Die meisten welcher Gast sind um die zwanzig. Wer uff die Dreissig zugeht, welcher wird von einigen gesiezt und von den meisten belächelt. Man gehört dann schon zu den Alten und Uncoolen. Zu den Aussenseitern.

Schlimmer ist es nur noch, wenn man keine Sneakers trägt. Denn Annik die Schuhe des Reporters sieht, muss sie herzlich lachen. «Selbst glaube, du kommst da noch nicht so gut draus», sagt sie dann. Gleichermaßen ihre Freundin zieht die Augenbrauen hoch.

Turnschuhe sind Jugendkultur. Kaum jemand hier ist älter als 25 Jahre. Und wer es doch ist, bekommt den einen oder anderen schiefen Blick.

Turnschuhe sind Jugendkultur. Kaum Leckermaul hier ist älter wie 25 Jahre. Und wer es doch ist, bekommt den zusammensetzen oder anderen schiefen Blick.

Der Schuh drückt? Egal. Um Komfort geht es hier den wenigsten.

Dieser Schuh drückt? Egal. Um Komfort geht es hier den wenigsten.

Annik lebt in Basel und kommt jedes Jahr nachher Zürich zur Turnschuhmesse. Sie hat schon etwa zwanzig Paar Sneakers, ganz genau weiss sie dies nicht. Sie ist stolz, dass sie nicht mehr da ihre Schuhe regelmässig trägt. Nur vereinen, dies fände sie uninteressant. Am Satertag möchte sie ein weiteres Paar kaufen, und daneben den «Vibe» geniessen.

Rapmusik, Kiffen, Korbball

Dieser «Vibe» in welcher einstigen Fabrikhalle – oder die Stimmung, wie uncoole übrig 25-Jährige sagen –, dies ist eine Mischung aus welcher Betriebsamkeit eines Basars und welcher Vertrautheit einer Klassenzusammenkunft. Viele Kontakt haben sich, umarmen sich zur Begrüssung.

Im hinteren Teil welcher Halle gibt es eine Lounge, wo man Rum mit Cola trinkt oder CBD kauft. Wer den Moment verewigen will, kann sich eine Tätowierung zeugen lassen. Weiter vorne wird Korbball gespielt, ein Kommentator ruft die Resultate aus, die niemanden so richtig interessieren. Man wähnt sich in einem Hiphop-Klub.

Dasjenige passt zu diesem Möglichkeit, die Begeisterung z. Hd. Turnschuhe stammt ursprünglich aus welcher Hiphop-Kultur. Zentrum welcher achtziger Jahre war es die Menschenschlag Run-DMC, die in weissen Adidas Superstars ohne Schuhbändel auftrat und damit zusammensetzen Kult begründete.

In der Lounge der Halle 622 kann man Rum mit Cola trinken oder CBD kaufen. Auch das gehört zum Lifestyle der angereisten Besucher.

In welcher Lounge welcher Halle 622 kann man Rum mit Cola trinken oder CBD kaufen. Gleichermaßen dies gehört zum Lifestyle welcher angereisten Gast.

Sie verewigt den Moment: Wer will, kann sich an der Turnschuhmesse sogar eine Tätowierung machen lassen.

Sie verewigt den Moment: Wer will, kann sich an welcher Turnschuhmesse sogar eine Tätowierung zeugen lassen.

Mittlerweile wurde die deutsche Firma Adidas im Sneakergeschäft von welcher amerikanischen Wettstreit überholt. In den neunziger Jahren kamen Basketballschuhe von Nike in Mode, meistens waren sie weiss und viel klobiger wie die Modelle aus Europa. In Oerlikon kaufen die Teenager sozusagen nur noch Schuhe von Air Jordan, welcher Kleiderlinie des Basketballers Michael Jordan, die zu Nike gehört.

Nike und Adidas sind die grössten Konzerne im Turnschuhgeschäft. Solo mit Schuhen zeugen sie notdürftig 36 Milliarden Euro Umsatzvolumen pro Jahr.

5000 Franken z. Hd. ein Paar getragene Schuhe

Sneakers sind ein gigantisches Lokal. Gleichermaßen wenn es sich um limitierte Sondermodelle handelt. Ebendiese können, sowie sie vergriffen sind, mehrere zehntausend Franken kosten.

Hinter den hohen Rühmen z. Hd. Turnschuhe steht ein simpler Zusammenhang. Wenn die Sneakers in die Läden kommen, kosten sie in welcher Regel nicht mehr wie 250 Franken. Unter Sondermodellen gibt es hingegen grossen Ansturm, und die Strassenpreise steigen sofort – solange bis in fünfstellige Bereiche.

Es ist wie früher mit Briefmarken: Raritäten, die nicht mehr da wollen, werden teurer und teurer. Dass man mit den meisten welcher begehrten Briefmarken gar keine Korrespondenz versenden konnte – völlig egal. Es ging alleinig um den Seltenheitswert. Und genau gleich ist dies in welcher Turnschuhszene.

Bitte nicht anfassen: Die Schuhe könnten schliesslich dreckig werden. Und wer will denn schon mehrere tausend Franken für schmutzige Schuhe zahlen? Eben.

Bitte sehr nicht mithelfen: Die Schuhe könnten schliesslich dreckig werden. Und wer will denn schon mehrere tausend Franken z. Hd. schmutzige Schuhe zahlen? Gerade eben.

Halb Basar, halb Hip-Hop-Klub: Das ist der «Vibe» an der Sneakerness in Zürich Oerlikon.

Halb Marktplatz, halb Hiphop-Klub: Dasjenige ist welcher «Vibe» an welcher Sneakerness in Zürich Oerlikon.

Patrick bestätigt dies. Er führt in Fribourg zusammensetzen Popmusik-up-Store mit seltenen Sneakers. An welcher Messe in Zürich hat er ein Vorbild hier, dies er z. Hd. 8000 Franken verkaufen will. Davon gebe es nur 10 000 Stück, sagt er, und die Schuhe seien ungetragen. Dasjenige rechtfertige den Preis.

Getragen gibt es dies gleiche Vorbild z. Hd. 5000 Franken. «Don’t touch», hat Patrick uff ein Schutzwaffe geschrieben, dies neben seinen Schuhen steht. Die Sneakers könnten sonst dreckig werden.

Andere Händler in Oerlikon nach sich ziehen ihre Ware in Plastikfolie eingeschweisst, um sie vor schmutzigen Händen zu schützen. Anprobieren? Unter vielen unerwünscht.

Wie viel ein bestimmter Turnschuh wert ist, wissen die Gast in Oerlikon aus dem Netz. Hinauf welcher Plattform StockX verschenken Händler ihre jeweiligen Preisvorstellungen prominent, und Interessenten zeugen Gebote. Stimmen die Summen überein, kommt es zur Transaktion.

Z. Hd. zusammensetzen Schuh mit welcher Bezeichnung Nike Dunk SB Low in welcher Schimmer Yellow Lobster gibt es in welcher amerikanischen Herrengrösse 6 ein Angebot z. Hd. 103 000 Franken. Eine amerikanische 6 entspricht einer europäischen 38,5.

Eine 38,5 z. Hd. zusammensetzen Herrenschuh? Die Grösse ist ja zum Glücksgefühl nicht so wichtig.

Für den Fall, dass sie ihre Sneakers doch einmal anziehen möchte, probierte diese Frau ihre Schuhe vor dem Kauf an.

Z. Hd. den Kernpunkt, dass sie ihre Sneakers doch einmal anziehen möchte, probierte welche die noch kein Kind geboren hat ihre Schuhe vor dem Kauf an.

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